Transferrinrezeptor, löslicher
Analyse
Probenmaterial
Serum 0.5 ml
Monovette mit Trenngel
Vacutainer mit Trenngel
Methode
Partikel-verstärkte, immunologische Turbidimetrie
Bearbeitungsfrequenz
werktäglich (Mo - Fr)
Nachforderung
innerhalb von 5 Tagen möglich
Einverständniserklärung
Nicht erforderlich
Referenzbereich
1.71 - 4.13 mg/l
Akkreditierungsnachweis
Ja
Anmerkungen/Hinweis
Bei großem Eisenbedarf erythropoetischer Zellen werden vermehrt Transferrinrezeptoren auf deren Zelloberfläche exprimiert. Die Konzentration des löslichen Transferrinrezeptors im Serum korreliert mit der Expressionsdichte des Rezeptors und der Masse der erythropoetischen Zellen. Der sTfR spiegelt somit die Proliferation der Erythropoese wider.
Die Bestimmung des sTfR eignet sich zur Beurteilung des aktuellen Eisenstatus, während Ferritin das Speichereisen widerspiegelt.
Er ist erhöht bei Hyper- und erniedrigt bei hypoproliferativer Erythropoese.
Die Konzentration des sTfR wird - anders als die von Transferrin und Ferritin - nicht durch akute oder chronische, aktive Entzündungen beeinflusst.
Indikation:
- insbesondere bei V.a. latenten Eisenmengel (u.a. Frauen mit menstruellem Blutverlust, Adoleszente, Mehrfachblutspender)
- differentialdiagnostische Abklärung einer Anämie (Anemia of chronic disease (ACD) vs. Eisenmangelanämie sowie die Kombination aus beiden)
- Beurteilung des Eisenstatus bei chronischen Erkrankungen
- Beurteilung des Eisenstatus vor Beginn einer Therapie mit Erythropoese stimulierneden Medikamenten
- Beurteilung der erythropoetischen Aktivität und Störungen derselben (in Zusammenschau mit Erythropoetin, Retikulozytenzahl, Hb und Hämatokrit)
Die Beurteilung erfolgt für gewöhnlich zusammen mit den Parametern Serum-Transferrin, Serum-Ferritin und der Retikulozytenzahl.
Stand: 12.03.2026