HHV-6-Virus Antikörper-Nachweis
Serum 0.3 ml
HHV-6-Infektionen sind mit dem Exanthema subitum, dem Drei-Tage-Fieber oder Roseola infantum, assoziiert.
Nach einer Inkubationszeit von ca. 1-2 Wochen beginnt die Erkrankung mit einem fieberhaften Infekt (oft > 40°C). Nach durchschnittlich drei Tagen klingt das Fieber ab und es tritt bei etwa 25% der Kinder ein stammbetontes Exanthem auf.
Neben dem Fieberkrampf kann die HHV-6-Encephalopathie als eine Komplikation genannt werden.
Vor allem bei Immunsupprimierten spielt die HHV-6-Infektion zunehmend eine Rolle.
Diagnostik: Den größten Stellenwert in der HHV-6-Diagnostik hat die Bestimmung der Viruslast mittels PCR, insbesondere bei Reaktivierungen.
Die Serologie kann eingesetzt werden zur:
- Diagnostik von Primärinfektionen: Positiver IgM-Nachweis in der Regel bei Krankheitsbeginn, ggf. ist eine Verlaufskontrolle zum Nachweis einer IgG-Serokonversion erforderlich. Die Unterscheidung zwischen einer Primärinfektion und einer Reaktivierung kann mitunter schwierig oder auch gar nicht möglich sein
- Abklärung von Impfreaktionen (Exanthem und Fieber)
- Differentialdiagnostischen Abklärung von Krampfanfällen bei Kindern
- Erhebung des Serostatus vor einer geplanten Immunsuppression
Limitationen der HHV-6-Serologie:
- Fehlende Differenzierungsmöglichkeit zwischen apathogenen HHV-6A und pathogenen HHV-6B-Stämmen
- Polyklonale Stimulierungen des Immunsystems oder Antikörper-Persistenzen erregerspezifischer IgM-Antikörper müssen bei der Beurteilung einschränkend mit in Betracht gezogen werden
- Negative Befunde schließen eine akute Infektion nicht aus. Insbesondere in der frühen Phase der Infektion können die spezifischen Antikörper noch nicht oder in nicht nachweisbarer Menge vorhanden sein
Stand: 12.03.2026